Gemälde Fritz Winter

Gemälde von Fritz Winter erzielt hohen Verkaufspreis

Das von ART VON WERT erfolgreich aus einer Unternehmenssammlung verkaufte Gemälde „Ohne Titel“ von Fritz Winter aus dem Jahr 1955 ist ein typisches Werk des Künstlers. Besonders begehrt sind die farbintensive, großformatigen Kompositionen aus den 1950er und 1960er Jahren. Die Qualität und Eigenständigkeit der Komposition sind hierbei wertbestimmende Faktoren.

Künstler und Werk

Fritz Winter (*1905 in Altenbögge/Westf.; †1976 in Herrsching am Ammersee) zählt zu den wichtigsten abstrakten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit.

1905 bei Unna geboren, erhielt er 1927/28 die Aufnahmebestätigung für die Grundlehre des Wintersemesters beim Staatlichen Bauhaus in Dessau. Seine Professoren im ersten Studienjahr waren u. a. Josef Albers und Wassily Kandinsky.1928 arbeitete er in der Bühnenabteilung Oskar Schlemmers und in der Malklasse Paul Klees.1929 nahm er mit 12 Bildern an der Ausstellung „Junge Bauhausmaler“ teil, die in Halle a. d. Saale, Braunschweig, Erfurt und Krefeld gezeigt wurde. 1930 erfolgte seine erste Einzelausstellung in der Galerie Buchholz in Berlin. Die Museen in Halle, Hamburg, Mannheim, Breslau und Wuppertal erwarben Arbeiten von ihm. 1937 wurde in der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ aus dem Provinzial-Museum Hannover sein Aquarell „Ein Kopf“ und aus dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sein Tafelbild „Komposition“ (Öl auf Papier, 1931) beschlagnahmt und vernichtet. Winter erhielt ein Mal- und Ausstellungsverbot. 1939 wurde Fritz Winter zur Wehrmacht einberufen. Von 1945 bis 1949 befand sich Fritz Winter in sowjetischer Kriegsgefangenschaft in Sibirien und an der Wolga. Durch die Initiative von Margarete Schreiber-Rüffer und seinen Freunden und Sammlern Will Grohmann und Ottomar Domnick gelang es dennoch, Arbeiten Fritz Winters in internationalen Ausstellungen zu zeigen.

1949 wurde Winter Gründungsmitglied der Künstlergruppe „ZEN 49“ in München. Das Ziel der in dieser Gruppe versammelten Künstler war es, die von ihnen praktizierte abstrakte Malerei einem breiteren Publikum zugänglich und damit verständlicher zu machen und setzten sich für eine breitere Anerkennung moderner künstlerischer Ausdrucksformen ein. 1950 begegnete Winter Hans Hartung und Pierre Soulages in Paris. 1955 erhielt er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Kassel und nahm an der documenta 1, II und III teil. Zum 60. Geburtstag wurde er 1965 und 1966 als einer der bedeutendsten Nachkriegskünstler in Deutschland mit großen Retrospektiven in Kassel, Koblenz, Hannover, Mannheim, Düsseldorf, Stuttgart und Berlin gewürdigt. Fritz Winter starb am 1. Oktober 1976 in Herrsching am Ammersee.

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Fritz Winter (1905 – 1976)

Titel
Ohne Titel

Entstehungsjahr
1955

Maße
74,5 x 100 cm

Technik
Öl auf Karton auf Leinwand kaschiert

Verkaufsergebnis
21,300 USD*
(19.800 €*)

* Auktionspreis inklusive Buyers Premium und MwSt.